Mark Brandis

Aus Mark Brandis
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Mark Brandis ist die Hauptfigur der "Weltraumpartisanen"-Reihe, um die der ganze Zyklus rotiert. Er ist der wagemutige, menschelnde Held, der unermüdlich für eine bessere Gesellschaft kämpft, die trotz aller Technologie und allen Fortschritts immer noch von denselben Konflikten wie vor Hunderten von Jahren bestimmt wird: Mitleid gegen Egoismus, Ehre gegen Opportunismus, Pazifismus gegen Militarismus, Menschlichkeit gegen Skrupellosigkeit und viele mehr.

Brandis debütierte in "Bordbuch Delta VII" als Captain unter Commander John Harris, ehe er von Band 2 an ununterbrochen den Rang eines Commanders innehatte.

In Band 21 (Blindflug zur Schlange) trat er aus der VEGA aus und gründete die Unabhängige Gesellschaft zur Rettung Raumschiffbrüchiger (UGzRR), der er bis zuletzt vorstand.

Privat war er von Anfang an mit Ruth O'Hara liiert, die er im Zeitraum zwischen Band 4 und Band 5 heiratete. Diese Ehe hatte trotz einiger zeitweiliger Spannungen Bestand. Am Ende bestand die Familie Brandis sogar aus drei Personen, als Ruth den Waisen Mark jr. adoptierte.

Mark Brandis' Vorbild ist John Harris. Von ihm hat er die strenge, asketische Umgangsart übernommen, die ihm eine Karriere lang den Spitznamen "der verdammte Preuße" eingebracht hat. Nervenstark zu sein, wenn alle durchdrehen, nach außen hin (!) die Ruhe zu bewahren, wenn alle Sicherungen durchbrennen, das war seine große Stärke. Eine Kopie von John Harris ist er aber nicht. Innen drin ist er immer noch der nachdenkliche, zweifelnde Menschenfreund geblieben, der er zu Anfang seiner Laufbahn war.

MB hat in seiner langen Laufbahn viele bemerkenswerte Schlachten geschlagen. Doch den größten Kampf führte er ganz am Anfang seiner Karriere. Er war schon einmal Commander im Dienste der VEGA gewesen, als der legendäre Forscher Rublew im Weltraum Schiffbruch erlitt. Um an der Suche teilnehmen zu können, traf Brandis eine folgenschwere Entscheidung:

obwohl er wußte, daß sein Schiff gewartet wurde und daher nicht flugfertig war, riskierte er den Start. Dies führte zur Tragödie: das Schiff explodierte im Hangar. Im Feuerinferno starb ein Crewmitglied, der Bordingenieur.

Robert Monnier wurde in den Flammen schwer verletzt. Die VEGA hätte ihn normalerweise entlassen, doch weil damals akute Personalnot herrschte, wurde er "nur" zum Captain degradiert. Er wurde Commander Harris zugewiesen -- eine Verbindung, die über Jahrzehnte auf denkwürdige Weise erhalten bleiben würde.

Im Verlauf seiner ereignisreichen Karriere profilierte er sich immer als prinzipientreuer, tatkräftiger Helfer der Gesellschaft, der sein Scherflein dazu beitrug, daß das Leben in der EAAU und der VOR lebenswert blieb. Ein Revolutionär war er aber keineswegs. Vielmehr akzeptierte er die Regeln der Gesellschaft als gegeben, um innerhalb dieses Limits die bestmöglichste Lösung zu schaffen.

In ihm spiegelt sich die ganze Aussage der "Weltraumpartisanen"-Reihe wieder, die lautet: "Wenn dir eine bessere Welt wünschst, dann packe mit an."